PRP für eine bessere heilung von bänderverletzungen

Bänderverletzungen, besonders am Sprunggelenk, gehören zu den häufigsten orthopädischen Problemen. Zerrungen, Überdehnungen oder Teilrisse führen nicht nur zu Schmerzen, sondern auch zu Instabilität und Unsicherheit beim Gehen. Wenn die Heilung verzögert ist oder die Stabilität nicht vollständig zurückkehrt, kann PRP (Platelet Rich Plasma) helfen, den Heilungsprozess gezielt zu unterstützen. Chronisch überdehnte oder angerissene Bänder profitieren besonders von der regenerativen Wirkung der Eigenbluttherapie. Die Wachstumsfaktoren im PRP fördern den Aufbau neuer Fasern, stärken das Gewebe und können so die Belastbarkeit und Stabilität langfristig verbessern.

Ärztliche Erklärung des Unterschieds zwischen Bändern und Sehnen bei Bänderverletzungen

Unterschied zwischen Bändern und Sehnen

Bänder verbinden Knochen mit Knochen und stabilisieren damit ein Gelenk. Sehnen hingegen verbinden Muskeln mit Knochen und übertragen die Muskelkraft. Während Sehnen vor allem Bewegung ermöglichen, sorgen Bänder dafür, dass das Gelenk nicht „überkippt“ oder sich zu weit verdreht. Daher führt eine Bänderverletzung oft zu Instabilität, während Sehnenprobleme eher Schmerzen bei Bewegung verursachen.

Umknicken des Fußes beim Tennisspiel als häufige Ursache für Bänderverletzungen im Sprunggelenk

Häufigste Ursachen von Bänderverletzungen

Ein Umknicken beim Gehen oder Sport ist die häufigste Ursache. Dabei werden die Fasern im Bandgewebe überdehnt oder eingerissen. Auch plötzliche Richtungswechsel, Sprünge oder Fehltritte können zu Verletzungen führen. Bleiben Reste einer alten Verletzung bestehen oder wird zu früh wieder belastet, kann sich eine chronische Instabilität entwickeln. In solchen Fällen reagiert das Gewebe kaum mehr auf normale Reize – hier setzt PRP an, um die Heilung wieder anzustoßen.

Geschwollenes Fußgelenk als typisches Symptom einer akuten Bänderverletzung

Symptome von Bänderverletzungen

Typisch sind Schwellung, Schmerzen und ein Gefühl der Instabilität im betroffenen Gelenk – meist am Sprunggelenk, seltener am Knie oder Handgelenk. Beim Gehen oder Auftreten besteht oft eine Unsicherheit, manchmal auch ein „Wegknicken“. Das Gelenk fühlt sich locker oder wackelig an, besonders bei schnellen Bewegungen oder unebenem Boden. Häufig zeigen sich Blutergüsse oder Bewegungseinschränkungen, die Tage bis Wochen anhalten können.

Ärztliche Untersuchung des Sprunggelenks zur Diagnose einer Bänderverletzung

Diagnose von Bänderverletzungen

Die Diagnose erfolgt zunächst durch eine körperliche Untersuchung, bei der Beweglichkeit, Schmerzpunkte und Gelenkstabilität geprüft werden. Ultraschall kann Einrisse oder Schwellungen sichtbar machen. Bei unklaren oder schweren Fällen liefert ein MRT genaue Informationen über das Ausmaß und die Lokalisation der Verletzung.

Bandagierung des Sprunggelenks im Rahmen der Behandlung von Bänderverletzungen

Übliche Behandlung von Bänderverletzungen

In den meisten Fällen erfolgt die Behandlung konservativ – also ohne Operation. Zu Beginn stehen Ruhigstellung, Kühlung und Hochlagerung im Vordergrund. Danach folgen Physiotherapie und Stabilisierung mit Bandagen oder Orthesen, um das Gelenk langsam wieder zu kräftigen. Wenn die Heilung jedoch unvollständig bleibt oder die Stabilität nicht zurückkehrt, kann PRP helfen, die Regeneration gezielt zu aktivieren.

Behandlung mit Eigenbluttherapie

Behandlung einer Bänderverletzung mit Eigenbluttherapie (PRP)

Bei der PRP-Behandlung wird eine kleine Menge Blut entnommen und in einer Zentrifuge aufbereitet. Das gewonnene plättchenreiche Plasma wird anschließend gezielt in das geschädigte Bandgewebe injiziert. Die enthaltenen Wachstumsfaktoren aktivieren Fibroblasten, regen die Kollagenbildung an und fördern die Reparatur des Bindegewebes. So kann das Band wieder stabiler und belastbarer werden. Viele Patient:innen berichten, dass sich das Gelenk fester, sicherer und beweglicher anfühlt. Die Behandlung erfolgt ambulant, dauert nur wenige Minuten und ist gut verträglich.

Mehr über PRP (Eigenbluttherapie)
Frau entspannt auf dem Sofa und genießt eine Fußmassage nach überstandener Bänderverletzung

Wie hilft PRP bei einer Bänderverletzung?

PRP wirkt dort, wo herkömmliche Heilungsprozesse oft stagnieren: Es stimuliert die Zellteilung, fördert die Gefäßneubildung und unter-stützt den Aufbau von Kollagenfasern, die dem Band seine Festigkeit geben. Das Gewebe wird dadurch stabiler, die Gelenkkontrolle verbessert sich, und chronische Instabilitäten können reduziert werden.

Vorteile gegenüber herkömmlichen Methoden

  • Fördert echte Regeneration statt bloßer Stabilisierung
  • Stärkt das Bindegewebe und verbessert die Gelenkstabilität
  • Natürliches Verfahren ohne Fremdstoffe
  • Kaum Nebenwirkungen, minimalinvasiv und ambulant durchführbar
  • Besonders geeignet bei chronisch überdehnten oder schlecht heilenden Bändern

Eigenbluttherapie (PRP) in meiner Ordination in Gössendorf.

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