Muskelverletzungen und Muskelfaserrisse – Behandlung mit PRP (Platelet Rich Plasma)

Ob beim Sport oder im Alltag – Muskelverletzungen gehören zu den häufigsten Beschwerden. Besonders Muskelfaserrisse können hartnäckig sein und zu wiederkehrenden Problemen führen. Die PRP-Therapie (Eigenbluttherapie) kann helfen, die Heilung zu beschleunigen, die Regeneration zu verbessern und das Risiko für Folgeverletzungen zu verringern.

Padelspieler bei einer abrupten Bewegung als typische Ursache für Muskelverletzungen und Überlastungen

Häufigste Ursachen von Muskelverletzungen

Ein plötzlicher Antritt, eine abrupte Bewegung oder unzureichendes Aufwärmen führen häufig zu kleinen Einrissen im Muskelgewebe. Auch Überlastung, muskuläre Dysbalancen oder frühere Verletzungen erhöhen das Risiko. Bei Sportarten mit schnellen Richtungswechseln – etwa Fußball, Tennis oder Laufen – sind besonders die Oberschenkelmuskeln betroffen. In manchen Fällen entsteht eine Muskelverletzung auch durch direkten Schlag oder Sturz, wodurch Zerrungen oder Teilrisse entstehen können.

Tennisspieler sitzt am Boden und hält sich schmerzbedingt die Wade bei einer akuten Muskelverletzung

Symptome von Muskelverletzungen und Muskelfaserrissen?

Typisch ist ein plötzlich stechender Schmerz während der Bewegung – oft so deutlich, dass die Aktivität sofort abgebrochen wird. Kurz darauf kommt es zu Schwellung, Bluterguss und Muskelverhärtung. Nach einigen Tagen kann sich eine tastbare Delle im betroffenen Muskel bilden. Die Beweglichkeit ist eingeschränkt, die betroffene Region druckempfindlich, und viele spüren eine Unsicherheit beim Gehen oder Belasten. Bei größeren Rissen kann auch ein sichtbarer Farbwechsel durch Einblutungen auftreten.

Ärztliche Diagnostik einer Muskelverletzung mittels MRT-Untersuchung bei einer Patientin

Wie wird eine Muskelverletzung festgestellt?

Die Diagnose erfolgt durch eine körperliche Untersuchung, bei der Schmerzpunkte, Muskelspannung und Beweglichkeit geprüft werden. Ein Ultraschall liefert meist schon klare Hinweise auf die Verletzung. Bei größeren Läsionen oder unklaren Befunden wird ein MRT eingesetzt, um Ausmaß, Lokalisation und mögliche Einblutungen genau zu beurteilen. So können das Ausmaß der Verletzung bestimmt und die passende Behandlung eingeleitet werden.

Kühlung des Beins als erste Maßnahme bei der Behandlung einer Muskelverletzung

Behandlung einer Muskelverletzung

Zu Beginn helfen Kühlung, Kompression und kurzfristige Schonung, um Schwellung und Schmerzen zu verringern. Anschließend unterstützt Physiotherapie die Heilung, erhält die Beweglichkeit und beugt erneuten Verletzungen vor. Dehnungs- und Aufbauübungen sollten schrittweise erfolgen, um den Muskel gleichmäßig zu kräftigen. In manchen Fällen kann PRP die Regeneration zusätzlich anregen – vor allem, wenn der Heilungsverlauf langsam oder unvollständig ist.

Behandlung mit Eigenbluttherapie

Behandlung von Muskelverletzungen mit Eigenbluttherapie (PRP)

Bei der PRP-Behandlung wird eine kleine Menge Blut entnommen und in einer Zentrifuge aufbereitet. Das so gewonnene plättchenreiche Plasma enthält Wachstumsfaktoren, die Zellregeneration, Durchblutung und Gewebereparatur fördern. Das Plasma wird anschließend gezielt in die verletzte Muskelpartie injiziert. So wird die Heilung beschleunigt, die Narbenbildung reduziert und die Elastizität des Muskels besser erhalten. Dadurch sinkt das Risiko, dass sich der Muskel bei späterer Belastung erneut verletzt. Viele Patient:innen berichten, dass sich der betroffene Bereich schneller, kräftiger und belastbarer anfühlt.

Mehr über PRP (Eigenbluttherapie)
Padelspieler unterschiedlichen Alters nach erfolgreicher Behandlung, symbolisiert die Rückkehr in den Sport nach Muskelverletzung

Wann ist PRP bei Muskelverletzungen sinnvoll?

Eine PRP-Behandlung ist besonders hilfreich bei größeren oder wiederkehrenden Muskelverletzungen oder wenn die Heilung ungewöhnlich lange dauert. Auch bei Sportverletzungen oder Muskelfaserrissen, die trotz Physiotherapie nur langsam abheilen, kann PRP die Regeneration deutlich verbessern. Je früher die Therapie im Heilungsverlauf eingesetzt wird, desto besser kann sie die natürlichen Reparaturmechanismen des Körpers unterstützen.

Vorteile der PRP-Therapie bei Muskelverletzungen

  • Schnellere Regeneration durch Aktivierung der körpereigenen Heilung
  • Weniger Narbenbildung, das Gewebe bleibt elastisch
  • Natürliches Verfahren ohne Fremdstoffe oder Medikamente
  • Ambulante Behandlung, dauert nur wenige Minuten
  • Verbesserte Belastbarkeit nach der Heilung – geringeres Rückfallrisiko

Eigenbluttherapie (PRP) in meiner Ordination in Gössendorf.

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